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Graskarpfen / Weißer Amur / Amur

(Ctenopharyngodon idella)

078_Graskarpfen
Der Graskarpfen gehört zu den Vegetariern unter den Fischen, obwohl er neben jungen Pflanzen auch Schnecken oder Muscheln frisst. Ursprünglich sollte der aus dem fernen Osten stammende Fisch bei uns zu große Bestände von Wasserpflanzen reduzieren.

Manchmal fiel der Besatz jedoch zu stark aus, dass kaum noch Kraut übrig blieb. Stehen die Fische gleich einem Mini-U-Boot im Sommer dicht unter der Ober­fläche, können zwei vielleicht nur 30 Zentimeter unter einem Ästchen als Schwimmer ange­botene Maiskörner einen Graser zum Biss verführen. Oder eine auf den Haken gesteckte, kurz ins Wasser getauchte Brotkruste lockt ihn nach Anfüttern mit etwas Weißbrot an den Haken.

Suchen die Fische jedoch ihr Futter am Grund muss der Köder auch dorthin. Dort fischen auch Boilies auf Pflanzenbasis (manchmal auch Heilbutt-Pellets!) sehr erfolgreich, wobei »Pop up´s« an längeren Vorfächern dicht über Wasserpflanzen schweben können. Auf jeden Fall wartet ein harter Kampf auf den Angler. Tipp: Den Fisch nach dem Anhieb so hart wie vom Gerät her möglich zum Kescher führen. Dann liegt der überraschte Fisch vielleicht schon im Netz, bevor er seine Kräfte richtig einsetzt.

Kennzeichen: Gestreckter Körper mit großen Schuppen, Augen liegen auffallend weit unten am Kopf
Gewicht / Länge: Maximal etwa 40 kg / 150 cm
Verwechslungen möglich mit: Döbel
Gewässer: Wärmere Seen und Flüsse mit reichem Krautbestand
Laichzeit: Normalerweise bei uns keine Vermehrung
Beste Fangsaison: Mai - September
Ausrüstung: Starke Grund- und Posenrute
Schnurstärke: 0,25 - 0,35 mm
Hakengröße: 2 - 4
Montage: Feststellpose, Fluchtmontage
Wassertiefe: Grund oder Oberfläche
Köder: Dosenmais, Weissbrotkruste, am Grund Boilies
Angelstellen: Am Rand oder in Lücken von Krautbetten

Quelle:

Der Inhalt des Bereiches "Fische bestimmen" bietet Auszüge aus dem Buch "Lexikon der Süßwasserfische".

Autor: Frank Weissert (WAV-Mitglied)

Müller Rüschlikon Verlag, Stuttgart

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