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Störe

(Gattung Acipenser)

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Der Baltische und Atlantische Stör galten in deutschen Gewässern als ausgestorben, auch wenn ein Berufsfischer 1993 noch ein Exem­plar fing. Inzwischen gibt es Pläne zur Wiedereinbürgerung des Wanderfischs in Nord- und Ostsee, wobei besonders die nicht verbaute Oder einigen Erfolg verspricht.

Zu den weiteren Störarten zählen unter anderem  Sterlet, Waxdick, Sibirischer  Stör, Sternhausen und Hausen. Die besten Fangaussichten bestehen in unseren Regio­nen in Forellenseen, in die häufig diverse Störarten besetzt werden. Die Gewichte liegen hier in aller Regel zwischen zwei und zehn Kilogramm, wobei selten auch mehr als doppelt so schwere Tiere vor­kommen.

Die meisten Störe gehen bei uns beim Grundangeln an den Haken, wobei die Bisse eher vor­sichtig beginnen und in einem flotten Abziehen münden. Im Drill springen manche Arten sogar. Wer es einmal auf richtig große Störe versuchen möchte,  kann es zum Beispiel in Kanada im Fraser River probieren – dort wurde vor nicht allzu langer Zeit ein geschätzt über 700 Kilogramm schwerer und 4,55 Meter langer Weißer Stör gefangen und zurückgesetzt. Auch Kasachstan kann eine Reise wert sein.

Kennzeichen: Gestreckter, haiartiger Körper mit einer Reihe von Knochenplatten an den Flanken
Gewicht / Länge: Maximal etwaAtlantischer Stör 400 kg / 500-600 cm (heute extrem selten)
Verwechslungen möglich mit:
Gewässer: Steigt zum Laichen in Flüsse auf
Laichzeit: Juni - Juli
Beste Fangsaison:
Ausrüstung: Starke Grundrute
Schnurstärke: 0,30 - 0,35 mm
Hakengröße: 1-2/0
Montage: Grundmontage
Wassertiefe: Grund
Köder: Wurm, Köderfische, Boilies, Pellets
Angelstellen: Warmes Freiwasser

Quelle:

Der Inhalt des Bereiches "Fische bestimmen" bietet Auszüge aus dem Buch "Lexikon der Süßwasserfische".

Autor: Frank Weissert (WAV-Mitglied)

Müller Rüschlikon Verlag, Stuttgart

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