Menü

Barbe

(Barbus barbus)

016_neu
Ohne Frage ist die Barbe einer der härtesten Kämpfer unter den Fischen. Sie unternimmt wieder und wieder kräftige Fluchen und nutzt dabei geschickt die Strömung, bevor sie sich ergibt. Zudem ist sie ein wunderschöner Fisch, dessen unterständiges Maul ihn als typischen Grundbewohner ausweisen. Zu den Merkmalen der Barbe zählen weiter die vier kräftigen Barteln. Eine Verwechslungsgefahr besteht höchstens bei Jungfischen mit dem Gründling, der allerdings nur zwei Bartfäden besitzt.

Allgemein sind Frühstückfleisch und Madenbündel die Topköder. Der Biss der Barbe kann sich durch das Zurückfallen der gespannten Rutenspitze äußern, wenn der Fisch mit dem Köder im Maul gegen die Strömung schwimmt und das Blei mitzieht. Viel häufiger sind jedoch doch kräftige Rucke an der Rutenspitze, wobei der lange, kräftige Zug selbst einer nur vielleicht dreipfündigen Barbe durchaus die Rute ins Wasser reißen kann. Im Winter und dem zeitigen Frühjahr fallen die Bisse andererseits manchmal so vorsichtig aus, so dass sie nur mit den Fingerspitzen an der Schnur als sachte Zupfer gefolgt von einem gleichmäßigen Zug zu spüren sind.

Kennzeichen: Unterständiges Maul, vier Barteln, fast flacher Bauch
Gewicht / Länge:
Maximal etwa 9 kg / 90 cm
Verwechslungen möglich mit: Junge Barben mit dem Gründling
Gewässer:
Rasch strömende Flüsse und breitere Bäche
Laichzeit: Mai - Juli
Beste Fangsaison: Mai - November
Ausrüstung: Mittlere bis starke Grundrute
Schnurstärke: 0,25 - 0,30 mm
Hakengröße: 4 - 8
Montage: Laufblei, Futterkorb
Wassertiefe: Grund
Köder: Würmer, Maden, Käse, Frühstücksfleisch, Frolic
Angelstellen: Einlauf von Nebenflüssen, Auslauf von Wehrgumpen, Strömungskanten

Quelle:

Der Inhalt des Bereiches "Fische bestimmen" bietet Auszüge aus dem Buch "Lexikon der Süßwasserfische".

Autor: Frank Weissert (WAV-Mitglied)

Müller Rüschlikon Verlag, Stuttgart

Bestellmöglichkeit

Lexikon-der-suesswasserfische