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Brassen

(Abramis brama)

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Egal ob träge fließender Kanal, schmaler Graben, Teich oder großer See – Brassen gibt es fast überall. In einigen Gewässern nehmen sie durch menschliche Eingriffe in die Natur sogar so überhand, dass der Angler gefangene Tiere mitnehmen muss. Meist meidet der Brassen lichtdurchflutete Stellen.

Mit der Posen- und Grundangel bereitet der Fang kleiner und mittlerer Exem­plare wenig Mühe. Zur Schwimmer­montage gehört ein Bissschrot, das etwa fünf bis zehn Zentimeter über dem Haken sitzt. Denn Brassen heben gerne den Köder und damit auch das Bissschrot an. Das entlastet die Pose und die Antenne hebt sich aus dem Wasser, worauf der An­hieb folgt. Immer wieder kommt es zudem vor, dass der Brassen die Pose nur durch die Gegend zieht und sie nicht abtaucht. Auch jetzt kann der Fischer anschlagen.
Zu den Top-Brassentechniken zählt auch das Feedern. Nach dem ersten Fisch sind weitere Fänge wahrscheinlich, da der Brassen in Schwärmen lebt. Wühlen sie im Grund nach Fressbarem, können bis zu mehrere Quadratmeter große Blasenteppische an die Ober­fläche steigen – ein imposanter Anblick. Regelmäßig in kleinen Mengen eingeworfenes Futter mit beigemisch­ten Castern hält die Fische recht sicher an der Stelle.

Kennzeichen: Endständiges Maul, das beim Wühlen im Schlamm vorgestülpt werden kann. Hoher Körper, spitz 
zulaufende Flossen, sehr starke Schleimschicht
Gewicht / Länge: maximal etwa 8 kg / 75 cm
Verwechslungen möglich mit: Güster
Gewässer: Mai - Juli
Laichzeit: April - Oktober
Beste Fangsaison: Seen und Teiche sowie langsam strömende Flüsse
Ausrüstung: Stippe, leichte Posen- oder Grundrute
Schnurstärke: 0,16 - 0,20 mm
Hakengröße: 10 - 14
Montage: Feststell- oder Laufpose, Feederrute
Wassertiefe: Grund
Köder: Mais, Maden, Caster, Würmer
Angelstellen: Über schlammigem Grund mit reichlich Nahrung 
(vor allem Zuckmückenlarven)

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Die Brachse, ein Massenfisch und trotzdem je nach Färbung nicht immer sofort zu bestimmen. Wird leicht mit der Güster verwechselt.



Quelle:

Der Inhalt des Bereiches "Fische bestimmen" bietet Auszüge aus dem Buch "Lexikon der Süßwasserfische".

Autor: Frank Weissert (WAV-Mitglied)

Müller Rüschlikon Verlag, Stuttgart

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