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Döbel/Aitel

(Leuciscus cephalus)

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Sicherlich zählt der Döbel im Hin­blick auf Gewässerverbauungen und Verschmutzungen zu den anpas­sungs­fähigsten Fischen. Allerdings gilt er in Forellengewässern als Laichräuber und Nahrungskonkurrent, den einige Gewässerpächter oder -eigentümer möglichst rasch herausfangen möchte. Wo sich jedoch keine Salmoniden mehr halten können, ist der Döbel andererseits ein willkommener Fisch. Wie bereits aus der Tabelle hervor­geht, ist er ein Allesfresser. Die genannten Früchte fangen übrigens auch dann, wenn am Gewässer überhaupt kein entspre­chender Strauch oder Baum wächst.

Die meisten Döbel dürften auf eine Grundmontage hereinfallen, wobei eine Feederrute die beste Biss­anzeige liefert. Beim Spinnfischen mit langsam geführten Ködern können die kleineren Größen gelegentlich versagen, wobei jetzt ein großer 4er-»Rotor« die Wende bringen kann. Schwarze Muster fangen beim Fliegenfischen am besten. Steigt ein Döbel wieder­holt auf die Fliege und lässt sich wieder zurückfallen, ist der Wechsel zu einer Nymphe wie Arthofer oder Ritz C angebracht . Die Hakengröße 14 ist beim Fliegenfischen auf Döbel die universellste Lösung. Übrigens nimmt der »Dickkopf« selbst in der größten Sommerhitze noch den Köder, wenn andere Fische sich standhaft weigern.

Kennzeichen: Große Schuppen mit netzartiger, schwarzer Umrandung. Im Querschnitt fast drehrunder Körper, breiter Kopf
Gewicht / Länge:
maximal etwa 5,5 kg / 70 cm
Verwechslungen möglich mit: Hasel, Aland
Gewässer: Von schneller strömenden Bächen bis in tiefe Flüsse. Selten in Teichen und Seen
Laichzeit: April - Juni
Beste Fangsaison: Mai - November
Ausrüstung: Leichte bis mittlere Posen- oder Grundrute, leichte Spinnrute, Fliegenrute Klasse 5/6
Schnurstärke:
0,16 - 0,20 mm
Hakengröße: 4 - 10
Montage: Feststellpose, Laufblei mit Zitterspitze, Spinn, Fliege (Schwimmschnur)
Wassertiefe: Oberfläche bis Grund
Köder: Frühstücksfleisch, Würmer, Kirschen, Brombeeren, kleine Köderfische oder Fischstücke, Spinner Größe 1 bis 3, Trockenfliegen und Nymphen
Angelstellen:
Im Bereich von überhängenden Zweigen, Brückenpfeilern und anderen Strukturen, Mündungen von Nebenflüssen

Quelle:

Der Inhalt des Bereiches "Fische bestimmen" bietet Auszüge aus dem Buch "Lexikon der Süßwasserfische".

Autor: Frank Weissert (WAV-Mitglied)

Müller Rüschlikon Verlag, Stuttgart

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