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Karausche

(Carassius carassius)

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Die Karausche kommt mit sehr wenig Sauerstoff aus und ist leicht mit dem ähnlich robusten Giebel (Carassius auratus gibelio) zu ver­wechseln. Der auch Silberkarausche genannte Fisch, die Urform des Goldfischs, lässt sich nur durch seine gerade oder etwas eingebuchtete Rückenflosse sowie den eher silbernen Körper und die schwarze Färbung des Bauchfells (Innenseite des Bauchraums) von der Karausche unterscheiden. Sie besitzt eine nach außen gewölbte Rückenflosse, einen golden schimmernden Körper und innen einen hellen Bauchraum.

Das hier Gesagte gilt für beide Arten – zumal sie in Größe und Verhalten weit gehend übereinstimmen. Vor allem die größeren Exemplare beider Fische beißen sehr vorsichtig und bleiben dann oft einfach stehen. Am besten wird ein Bissschrot etwa zehn bis 15 Zentimeter über dem Haken angeklemmt, der wiederum mit dem Köder und ein paar Zentimetern Schnur auf dem Grund ruht. Beißt der Fisch, hebt er gleich­zeitig das Blei an und die Posenantenne steigt ein Stück aus dem Wasser. Beim Grundangeln kann der Fisch nach dem Biss entweder ungehindert Schnur abziehen, was an der langsam ablaufenden Leine zu erkennen ist. Oder der Angler setzt wie beim Karpfen auf eine Fluchtmontage mit einem höchstens 15 Zentimeter langen Vorfach.

Kennzeichen: Hochrückig, große Schuppen, keine Barteln
Gewicht / Länge: Maximal etwa3,5 kg / 50 cm
Verwechslungen möglich mit: Giebel, Schuppenkarpfen
Gewässer: Wärmere, seichte Seen und Teiche sowie langsam strömende Flüsse
Laichzeit: Mai - Juni
Beste Fangsaison: April - Oktober
Ausrüstung: Leichte Posen- oder Grundrute
Schnurstärke: 0,16 - 0,20 mm
Hakengröße: 8 - 14
Montage: Feststell- oder Laufpose, Grundrute
Wassertiefe: Grund
Köder: Maden, kleine Würmer, Mais
Angelstellen: Dicht vor Schilf, Wasserpflanzen und an weiteren 
nahrungsreichen Plätzen mit ausreichend Deckung

Quelle:

Der Inhalt des Bereiches "Fische bestimmen" bietet Auszüge aus dem Buch "Lexikon der Süßwasserfische".

Autor: Frank Weissert (WAV-Mitglied)

Müller Rüschlikon Verlag, Stuttgart

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