Menü

Nase

(Chondrostoma nasus)

018_neu
Früher galt die Nase als Massenfisch, dessen Vorkommen jedoch durch Wanderhindernisse, wie Wehre und andere Verbauungen, bis heute stark eingeschränkt wurde. Der Schwarmfisch hält sich gerne im seichteren Wasser über dem Grund auf und schwimmt bei Störungen rasch 20 bis 50 Meter weiter. Schöpft nur ein Fisch Ver­dacht, folgt ihm oft sein gesamter Schwarm. Das macht das Nasenangeln zu einer besonderen He­rausforderung.

Da Nasen von Natur aus mit ihren rauen Lippen die Algen samt den darauf lebenden Kleintieren unter anderem von Steinen abschaben, kommen nur entsprechend kleine Köder wie Maden in Frage. Sie müssen sehr unauffällig dich über dem Gewässer­boden präsentiert werden – am besten unter einer feinen Wettkampf-Strömungspose, die selbst den zartesten Biss signalisiert. Alternativ bietet sich die Grundrute mit Zitterspitze und einem sechs bis zehn Gramm leichten Birnenblei an. Da die Strömung das geringe Gewicht jedoch leicht mitnimmt, eignet sich diese Taktik nur für den Uferbereich. Statt der Zitterspitze kann auch der Zeigefinger an der Leine die zarten Bisse ertasten. Dabei sollte die Rute wegen der geringeren Reibung direkt zum Köder zeigen. Im Drill setzt sich die Nase kräf­tig zur Wehr.

Kennzeichen: Nasenartiger, stumpfer Vorsprung über der Oberlippe
Gewicht / Länge:
Maximal etwa 3,5 kg / 65 cm
Verwechslungen möglich mit:

Gewässer:
Schneller strömende Flüsse, in Seen in Mündungs­bereichen
Laichzeit:
März - Mai
Beste Fangsaison:
Juni-September ab dem späten Nachmittag bis in den Abend
Ausrüstung: Stippe, Leichte Posen- oder Grundrute
Schnurstärke: 0,16 - 0,20 mm
Hakengröße: 10 - 16
Montage: Feststellpose, Laufblei mit Zitterspitze
Wassertiefe: Grund
Köder: Maden, kleine Würmer
Angelstellen: Kiesbänke in seichtem Wasser, Auslauf von Wehrgumpen und gelegentlich direkt im ausgespülten Bereich

Quelle:

Der Inhalt des Bereiches "Fische bestimmen" bietet Auszüge aus dem Buch "Lexikon der Süßwasserfische".

Autor: Frank Weissert (WAV-Mitglied)

Müller Rüschlikon Verlag, Stuttgart

Bestellmöglichkeit

Lexikon-der-suesswasserfische