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Schleie

(Tinca tinca)

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Mit ihren grün-goldenen Flanken, ihrem stämmigen Körperbau und den nach außen gerundeten Flossen zählt die Schleie zu den Schönheiten unserer Gewässer. Sie liebt die Deckung, weshalb sie sich in trüberen, schattigen oder verkrauteten Gewässerpartien auf­hält. Dem entsprechend sollte der Fischer seinen Angelplatz wählen. Da sie die Wärme sehr liebt, liegt die Hauptfangzeit in den Sommer­monaten.

Posenangeln kann etliche Nerven kosten, da Schleien oft sehr vorsichtig am Köder knabbern ohne ihn ganz ins Maul zu nehmen. Dann geht der Anhieb ins Leere oder der Köder fehlt plötzlich. Einmal mehr liefert hier ein etwa zehn Zentimeter über dem Haken angedrücktes Bissschrot eine gute Bissanzeige. Trotzdem kann es jetzt passieren, dass der Fisch den Köder schon wieder ausgespuckt hat, wenn der Anhieb den Haken erreicht. Stärkerer Wind oder Wellen legen den Wechsel zur Grundmontage nahe, wobei sich statt dem Blei auch ein Futterkorb samt dafür gedach­ter Rute anbietet. Jedoch kann auch eine Fluchtmontage mit etwa 40 bis 50 Gramm schwerem Blei, kleinerem Haken der Größe 8 und Mini-Boilies erfolgreich fangen. Eine gehakte Schleie gibt sich sofort durch das wilde Schütteln im Drill zu erkennen.

Kennzeichen: Kleines Maul, zwei Barteln, hohe Schwanzwurzel
Gewicht / Länge: Maximal etwa4,5 kg / 65 cm
Verwechslungen möglich mit:
Gewässer: Wärmere Seen und Teiche sowie langsam strömende Flüsse
Laichzeit: Mai - Juli
Beste Fangsaison: Mai - September
Ausrüstung: Leichte Posen- oder Grundrute
Schnurstärke: 0,16 - 0,20 mm
Hakengröße: 8 - 12
Montage: Feststellpose, Laufblei mit Schwing- oder Zitterspitze
Wassertiefe: Grund
Köder: Rotwürmer, Mais. Maden, Mini-Boilies
Angelstellen: Vor Krautbetten und Schilf sowie in Krautlücken

Quelle:

Der Inhalt des Bereiches "Fische bestimmen" bietet Auszüge aus dem Buch "Lexikon der Süßwasserfische".

Autor: Frank Weissert (WAV-Mitglied)

Müller Rüschlikon Verlag, Stuttgart

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