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Friedfische

Diese Fische ernähren sich in erster Linie von Kleintieren, wie Schnecken oder Würmern. Aber auch Pflanzenkost (Algen oder zarte Wasserpflanzen) steht bei vielen auf dem Speiseplan. Zu den Friedfischen zählen auch echte Allesfresser, angeführt vom Döbel. Er verschmäht selbst kleine Fische nicht und vergreift sich deshalb auch einmal an einem für Hecht oder Zander gedachten Kunstköder. Wie die meisten Friedfische gehört er zu der Familie der Karpfenartigen (Cypriniden). Als Weißfische werden dabei üblicherweise die Arten mit silbern glänzenden Schuppen bezeichnet.

Rotauge/Plötze

(Rutilus rutilus)

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Diese Fische ernähren sich in erster Linie von Kleintieren, wie Schnecken oder Würmern. Aber auch Pflanzenkost (Algen oder zarte Wasserpflanzen) steht bei vielen auf dem Speiseplan.

Rotfeder

(Scardinius erythrophtalmus)

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Mit ihren golden glänzenden Flanken und den kräftig rot gefärbten Flossen zählt die Rotfeder zu den schönsten einheimischen Fischen. Sie lebt vorzugsweise in stark mit Wasserpflanzen durchzogenen Gewässern. Andererseits ist sie gelegentlich auch in Kanälen ohne jeden Bewuchs zu finden. Die besten Angelstellen liegen im Flachwasser oder dicht unter der Oberfläche in der Nähe von See­rosen und anderen Pflanzen.

Karpfen

(Cyprinus carpio)

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Aufgrund seiner manchmal impo­santen Größe, der Kampfkraft und des wohl schmeckenden Fleisches zählt der Karpfen zu den beliebtesten Angelfischen. Sieht der Angler die Fische oder Hinweise wie wackelnde Schilfhalme oder Blasenspuren, die beim Hindurchschwimmen oder Gründeln entstehen, sollte das Haken eines Fisches nicht zu schwer fallen. Schließlich nimmt der Karpfen gern dicht über oder auf dem Grund angebotene Allerwelts-Köder wie Mais, wobei der Angler im freien Wasser eher zur Grundmontage greift oder in Kraut­lücken eine Feststell- oder Gleitpose mon­tiert.

Döbel/Aitel

(Leuciscus cephalus)

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Sicherlich zählt der Döbel im Hin­blick auf Gewässerverbauungen und Verschmutzungen zu den anpas­sungs­fähigsten Fischen. Allerdings gilt er in Forellengewässern als Laichräuber und Nahrungskonkurrent, den einige Gewässerpächter oder -eigentümer möglichst rasch herausfangen möchte. Wo sich jedoch keine Salmoniden mehr halten können, ist der Döbel andererseits ein willkommener Fisch. Wie bereits aus der Tabelle hervor­geht, ist er ein Allesfresser. Die genannten Früchte fangen übrigens auch dann, wenn am Gewässer überhaupt kein entspre­chender Strauch oder Baum wächst.

Aland/Nerfling

(Idus idus)

Aland
Der Aland ist unberechenbar. Am einen Tag weist er selbst den einzelnen Rotwurm zurück, während er am nächsten den eigentlich viel zu großen, zwölf Gramm schweren Blinker oder die für Meerforellen gedachte Fliege packt. Allgemein zählt der Aland jedoch zu den recht vorsichtigen Fischen. Er lässt sich am besten mit einer leichten, feststehenden Pose überlisten.

Brassen

(Abramis brama)

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Egal ob träge fließender Kanal, schmaler Graben, Teich oder großer See – Brassen gibt es fast überall. In einigen Gewässern nehmen sie durch menschliche Eingriffe in die Natur sogar so überhand, dass der Angler gefangene Tiere mitnehmen muss. Meist meidet der Brassen lichtdurchflutete Stellen.

Güster

(Blicca bjoerkna)

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Die Güster geht in aller Regel als Beifang beim Brachsen- oder Rotaugenangeln an den Haken. Da sie gegenüber dem Brassen kein vorzustülpendes Maul besitzt, lässt sie sich schon alleine dadurch vom Brachsen unterscheiden. Dazu kommt, dass die Brustflossen der Güster nicht bis zum Ansatz der Bauchflossen reicht, was beim Brassen der Fall ist. Zudem besitzt die Güster im Verhältnis zum Kopf gesehen größere Augen.

Barbe

(Barbus barbus)

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Ohne Frage ist die Barbe einer der härtesten Kämpfer unter den Fischen. Sie unternimmt wieder und wieder kräftige Fluchen und nutzt dabei geschickt die Strömung, bevor sie sich ergibt. Zudem ist sie ein wunderschöner Fisch, dessen unterständiges Maul ihn als typischen Grundbewohner ausweisen. Zu den Merkmalen der Barbe zählen weiter die vier kräftigen Barteln. Eine Verwechslungsgefahr besteht höchstens bei Jungfischen mit dem Gründling, der allerdings nur zwei Bartfäden besitzt.

Nase

(Chondrostoma nasus)

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Früher galt die Nase als Massenfisch, dessen Vorkommen jedoch durch Wanderhindernisse, wie Wehre und andere Verbauungen, bis heute stark eingeschränkt wurde. Der Schwarmfisch hält sich gerne im seichteren Wasser über dem Grund auf und schwimmt bei Störungen rasch 20 bis 50 Meter weiter. Schöpft nur ein Fisch Ver­dacht, folgt ihm oft sein gesamter Schwarm. Das macht das Nasenangeln zu einer besonderen He­rausforderung.

Hasel

(Leuciscus Leuciscus)

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Der ist Hasel ein hübscher, auf­grund seiner geringen Größe jedoch unauffälliger Fisch. Ein wenig zu Unrecht, da er ausgewachsen immerhin die Größe einer ordentlichen Portionsforelle erreicht und sich an der Angel lebhaft zur Wehr setzt.

Karausche

(Carassius carassius)

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Die Karausche kommt mit sehr wenig Sauerstoff aus und ist leicht mit dem ähnlich robusten Giebel (Carassius auratus gibelio) zu ver­wechseln. Der auch Silberkarausche genannte Fisch, die Urform des Goldfischs, lässt sich nur durch seine gerade oder etwas eingebuchtete Rückenflosse sowie den eher silbernen Körper und die schwarze Färbung des Bauchfells (Innenseite des Bauchraums) von der Karausche unterscheiden. Sie besitzt eine nach außen gewölbte Rückenflosse, einen golden schimmernden Körper und innen einen hellen Bauchraum.

Schleie

(Tinca tinca)

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Mit ihren grün-goldenen Flanken, ihrem stämmigen Körperbau und den nach außen gerundeten Flossen zählt die Schleie zu den Schönheiten unserer Gewässer. Sie liebt die Deckung, weshalb sie sich in trüberen, schattigen oder verkrauteten Gewässerpartien auf­hält. Dem entsprechend sollte der Fischer seinen Angelplatz wählen. Da sie die Wärme sehr liebt, liegt die Hauptfangzeit in den Sommer­monaten.

Quelle:

Der Inhalt des Bereiches "Fische bestimmen" bietet Auszüge aus dem Buch "Lexikon der Süßwasserfische".

Autor: Frank Weissert (WAV-Mitglied)

Müller Rüschlikon Verlag, Stuttgart

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