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Bachforelle

(Salma trutta fario)

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Die oft prächtig gefärbte Bach­forelle ist für viele Angler die Königin der klaren Gewässer. Nachdem die Gewässerverschmutzungen immer weiter zurückgehen, erholen sich in der Folge auch die einst schwer angeschlagenen Bestände der Bachforelle.

Trotzdem sollte sie so weit wie möglich geschont werden. Natürliche Köder wie Würmer oder Maden verbieten sich für jeden waidgerechten Angler von selbst, da sogar kleine Forellen den Köder sehr schnell tief schlucken. Und häufig ist das Zurücksetzen dann unmöglich. Besser sieht es schon mit der Spinnrute aus, vor allem wenn eine Zange die Widerhaken am Drilling zusammendrückt. In erster Linie eignen sich Spinner der Größen 1 und 2, wobei sich die Farben Silber, Messing sowie Silber mit roten oder schwarzen Punkten besonders bewährten. In schnellen Flüssen erfolgt der Wurf leicht stromauf zum anderen Ufer, worauf der Angler den Köder zügig ein­holt.

Die schönste Angelmethode auf Bachforellen ist jedoch das Fliegenfischen. Dabei fangen ge­gen die Strömung geworfene, beschwerte Nymphen sehr gut die tief stehenden Fische oder lockt sie bei heißem Wetter unter über­hängenden Büschen hervor. Steigen die Fische vor allem am Abend nach Insekten an der Oberfläche, ist die Trockenfliege richtig.

Kennzeichen: Mehr oder weniger stark ausgeprägte rote Tupfen auf den Flanken, keine Punkte oder Flecken auf der Schwanzflosse, meist ist die Partie oberhalb des weißen Bauchs gelblich gefärbt
Gewicht / Länge: Maximal etwa 15 kg / 100 cm
Verwechslungen möglich mit: See- und Meerforelle
Gewässer: Kalte, klare, sauerstoffreiche Bäche, Flüsse und Seen
Laichzeit: Dezember - März
Beste Fangsaison: April - Juni und September - Oktober
Ausrüstung: Leichte Spinnrute, Fliegenrute Klasse 5/6
Schnurstärke: 0,16 - 0,25 mm
Hakengröße: 8 - 12 (Spinnköder), 12 - 16 (Fliegen)
Montage: Spinn, Fliege (Schwimm- oder Sinkschnur)
Wassertiefe: Oberfläche (Abend) bis Grund (tagsüber)
Köder: Kleine Spinnköder sowie verschiedenste Kunstfliegen
Angelstellen: In Flüssen in Gumpen oder hinter schützendenFelsen oder Büschen, in der Dämmerung mitten in Fluss oder See

Quelle:

Der Inhalt des Bereiches "Fische bestimmen" bietet Auszüge aus dem Buch "Lexikon der Süßwasserfische".

Autor: Frank Weissert (WAV-Mitglied)

Müller Rüschlikon Verlag, Stuttgart

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