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Regenbogenforelle

(Oncorhynchus mykiss)

053_Regenbogen

Die Heimat der Regenbogenforelle liegt in Nordamerika. Nachdem die Qualität vieler Gewässer mit der industriellen Entwicklung ab Mitte des 19. Jahrhunderts immer mehr zurückging und die Bestände der Bachforelle schrumpften, wurden die ersten Regenbogen­forellen 1880 nach Europa importiert. Denn sie sind gegenüber Gewässerverschmutzungen weniger empfindlich als die Bachforelle und vertragen darüber hinaus höhere Temperaturen. 

Heute stellen sie die wichtigste Fischart der meisten Fischzuchten dar und sind entsprechend billig für Besatzzwecke zu erhalten. Die Fangtech­niken entsprechen denen der Bachforelle. Allerdings wird die Regenbogenforelle in so genannten »Put & Take«-Seen freimütig mit Naturködern befischt, wobei häufig unterschiedlich schnell sinkende Wurfgewichte (Sbirulinos etc.) zum weiten Werfen und langsamen Spinnen der Köder dienen. Spezieller Forellenteig zählt zu den Köder-Favoriten. Inzwischen entwickelte sich ein ganzer Produktzweig rund um das Angeln in Forellenseen. Eine große Auswahl entsprechender Gewässer gibt es vor allem in Dänemark.

Kennzeichen: Violetter Streifen entlang der Seitenlinie, deutliche dunkle Punkte und Flecken auf der Schwanzflosse
Gewicht / Länge: Maximal etwa12 kg / 90 cm
Verwechslungen möglich mit: Huchen
Gewässer: Kalte sowie auch etwas wärmere, aber doch recht sauerstoffreiche Bäche, Flüsse und Seen. Einige Fische wandern als »Steelheads« auch in die Ostsee
Laichzeit: Dezember - April
Beste Fangsaison: April - September / Oktober
Ausrüstung: Leichte Posen- oder Spinnrute, Fliegenrute Klasse 5/6
Schnurstärke: 0,16 - 0,25 mm
Hakengröße: 8 - 12 (Spinnköder), 12 - 16 (Fliegen), 1 - 4 (Naturköder)
Montage: Feststellpose, Spinn, Fliege (Schwimm- oder Sinkschnur)
Wasser: Tiefe Oberfläche (Abend) bis Grund (tagsüber)
Köder: Kleine Spinnköder sowie verschiedenste Kunstfliegen
Angelstellen: In Gumpen und vor allem im freien Wasser, in sehr schnellen Gewässern hinter Felsen und Ähnlichem

Quelle:

Der Inhalt des Bereiches "Fische bestimmen" bietet Auszüge aus dem Buch "Lexikon der Süßwasserfische".

Autor: Frank Weissert (WAV-Mitglied)

Müller Rüschlikon Verlag, Stuttgart

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