Menü

Seeforelle

(Salmo trutta lacustris)

061_Seeforelle
Seeforellen zählen zu den seltensten und größten Salmoniden. Ihre Bestände gingen allerdings durch Überdüngung der Gewässer und den hohen Befischungsdruck seitens der Berufsfischer nach dem 2. Weltkrieg immer weiter zurück. Aufwändige Besatzmaßnahmen zeigen inzwischen jedoch unter anderem im Bodensee und den Talsperren im Sauerland einigen Erfolg.

Trotzdem ist das Fischen auf Seeforellen etwas für Indivi­dualisten, die für den Fang eines Fischs viele Tage ohne Biss geduldig hinnehmen. Vom Ufer aus bestehen beim Spinnfischen gewisse Chancen im Frühjahr und Herbst, wenn die Fische oft nahe der Oberfläche und im seichten Uferbereich schwimmen. Im Som­mer stehen sie jedoch an tief gelegenen Hängen, die der Angler nur vom Boot aus erreicht. Die meisten Seeforellen werden dann beim Schleppfischen mit spezieller Ausrüstung gehakt, welches das Absuchen weiter Strecken und größerer Tiefen ermöglicht. Vor dem Angeln gilt es die entsprechenden Reviere der Fische zu finden, was am besten in Gesprächen mit ein­heimischen Anglern möglich ist. Zudem kann das Echolot eine große Hilfe darstellen.

Kennzeichen: Verwaschene, meist schwarze Punkte auf den Flanken, kräftig rötliche Tupfen fehlen
Gewicht / Länge: Maximal etwa 25 kg / 105 cm
Verwechslungen möglich mit: Bachforelle
Gewässer: Große kalte, klare und tiefe Seen des Alpengebiets
Laichzeit: November, Dezember, Laichwanderung in die Flüsse im Herbst
Beste Fangsaison: April und September / Oktober
Ausrüstung: Mittlere bis starke Spinnrute
Schnurstärke: 0,25 - 0,35 mm
Hakengröße: 1 - 4
Montage: Spinn, Schleppfischen
Wassertiefe: Oberfläche bis Grund
Köder: Größere Blinker und Wobbler
Angelstellen: Im Frühjahr Uferregion, sonst an tieferen Scharkanten und Hängen

Quelle:

Der Inhalt des Bereiches "Fische bestimmen" bietet Auszüge aus dem Buch "Lexikon der Süßwasserfische".

Autor: Frank Weissert (WAV-Mitglied)

Müller Rüschlikon Verlag, Stuttgart

Bestellmöglichkeit

Lexikon-der-suesswasserfische