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Seesaibling

(Salvelinus alpinus)

055_Seesaibling
Es gibt stationär lebende Seesaiblinge, wie die Fische der Alpenseen, und in Flüssen nördlicher Länder laichende Wanderformen, die zu weitaus größeren Exemplaren heran­wachsen. Das normale Gewicht reicht bis drei Kilo, wandernde Fische kommen auf bis zu zwölf Kilo. Wesentlich für unsere Breiten ist das Fischen in den Alpenseen.

Am besten lassen sich Saiblinge vom Boot aus mit zwei Techniken fangen. Da wäre zunächst die Hegene, die aus einem Vorfach mit drei bis fünf Seitenarmen (Paternoster) sowie einem 8 bis 15 Gramm schweren Blei am Ende besteht. Als Köder dienen künstliche Nymphen, welche einen Teil der natürlichen Nahrung imitieren. Die Montage sinkt auf den Grund und wird dort mit kleinen Hüpfern geführt. Der Biss äußert sich in einem deutlichen Ruck an der Rutenspitze, worauf der Anhieb direkt folgt.

Genauso läuft es beim Angeln mit der toten Elritze am System. Nach Abschneiden des Kopfes wird der stumpfe Dorn eines speziellen Bleikopfs in die Bauhöhle gedrückt und mit etwas rotem Garn angebunden. Eine Spitze des kleinen Drillings steckt schließlich im Rücken des Köders. Die Fängigkeit der jeweili­gen Methode hängt davon ab, ob die wählerischen Saiblinge sich gerade von Insektenlarven oder Kleinfischen ernähren.

Kennzeichen: Rötlicher Bauch, heller Rand von Brust-, Bauch- und Afterflossen weniger ausgeprägt als beim Bachsaibling, dunkelgrüner Rücken
Gewicht / Länge: Maximal etwa 10 kg / 80 cm
Verwechslungen möglich mit: Bachsaibling
Gewässer: Tiefe, kalte und sauerstoffreiche Seen sowie in nördlichen Ländern saubere, schneller strömende Flüsse
Laichzeit: November - Januar (Uferlaicher), Juli - August (Tiefenfische)
Beste Fangsaison: April - September
Ausrüstung: Leichte Spinnrute
Schnurstärke: 0,16 - 0,22 mm
Hakengröße: 12 - 14
Montage: Spinn, Hegene
Wassertiefe: Grund
Köder: Künstliche Nymphen, tote Elritze am System
Angelstellen: Wassertiefen ab etwa 20 Meter

Quelle:

Der Inhalt des Bereiches "Fische bestimmen" bietet Auszüge aus dem Buch "Lexikon der Süßwasserfische".

Autor: Frank Weissert (WAV-Mitglied)

Müller Rüschlikon Verlag, Stuttgart

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