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Hecht

(Esox lucius)

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Häufig nicken nicht fischende Freunde anerkennend, wenn der Angler vom Fang eines Hechtes berichtet. Dabei spielt vor allem die Sage vom gefräßigen Monster eine Rolle. Tatsächlich muss der Angler genauso gefühlvoll auf den Hecht wie auf andere Arten fischen.

Sonst bleibt der Erfolg meist aus. Da der Hecht abgesehen von der Anfangsphase des Drills kein sonderlich großer Kämpfer ist, genügt außerdem im Grunde mittelstarkes Gerät. Nur wenn Köderfische von 100 oder mehr Gramm geworfen werden sollen oder mit schweren Jerkbaits gefischt wird ist eine kräftige Rute mit entsprechend starker Schnur (etwa 12-16 kg Tragkraft) gefragt. Ansonsten passt eine mittlere Spinn- oder Grundrute mit 0,25 bis 0,30 mm starker Leine.

Die »klassische« Hechttechnik ist das Angeln mit dem waagerecht unter der Pose in einem bis drei Meter Tiefe schwebenden Köderfisch, der mit einem Drilling im Rücken und einem in der Flanke befestigt wird. Dadurch darf der Anhieb sofort beim Abtauchen des Schwim­mers erfolgen. Das ist auch der Fall, wenn der Köder auf Grund angeboten wird. Allerdings hält dabei ein Haken im hinteren Kör­per­drittel. Beim Spinnfischen dürfen es ruhig große Köder wie Spinner der Größe 5 oder 15 Zentimeter lange Wobbler sein. Angesichts der scharfen Zähne geht kein Weg am bisssicheren Vorfach vorbei.

Kennzeichen: Tief gespaltenes Maul mit sehr vielen Zähnen, Rückenflosse auf Höhe der Afterflosse
Gewicht / Länge: Maximal etwa 32 kg / 145 cm
Verwechslungen möglich mit:
Gewässer: Seen und Teiche sowie Flüsse mit langsamer bis mittlerer Strömung, Brackwasser
Laichzeit: Februar - Mai
Beste Fangsaison: Mai / Juni und September / Oktober
Ausrüstung: Mittlere bis schwere Grund- und Spinnrute, Stahlvorfach
Schnurstärke: 0,25 - 0,40 mm
Hakengröße: 2/0-1
Montage: Feststell- oder Laufpose, Laufblei, Spinn
Wassertiefe: Große Fische häufig am Grund, um die Laichzeit herum sowie im Herbst im Flachwasser
Köder: Verschiedenste, größere Spinnköder, tote Köderfische (10 - 20 cm)
Angelstellen: Im Frühjahr und Herbst in Flachwasserbereichen mit reichlich Futterfischen, ansonsten in der Nähe von Unterständen wie Seerosen, oder Bootsstegen sowie an ruhigen Stellen im Fluss

Quelle:

Der Inhalt des Bereiches "Fische bestimmen" bietet Auszüge aus dem Buch "Lexikon der Süßwasserfische".

Autor: Frank Weissert (WAV-Mitglied)

Müller Rüschlikon Verlag, Stuttgart

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