Menü

Kaulbarsch

(Acerina cernua)

036_Kaulbarsch
Eigentlich ist der Kaulbarsch von der Größe her kein typischer Raub- und Angelfisch, jedoch machen ihn die oft auftretenden größeren Schwärme interessant. Zudem ist er sehr beißfreudig und wurde früher gerne für Fischsuppen ver­wendet.

Von Barsch und Zander lassen sich Kaulbarsche problemlos durch die zusammengewachsenen Rückenflossen unterscheiden. Galt der Kaulbarsch noch vor einigen Jahrzehnten als typischer Fisch der Flussmündungen, so scheint er sich heute immer weiter auszubreiten. So wurde er 1987 zum ersten Mal im Bodensee bei Konstanz festgestellt und breitete sich mittlerweile fast über den ganzen See aus. Wo der Neubürger zu massiv auftritt, sollte er gezielt befischt werden. Schließlich stellt er eine beträchtliche Nahrungskonkurrenz für die einheimischen Fische dar und frisst auch deren Laich sowie Brutfische. Zwar lassen sich die Bestände mit der Angel nicht wirklich eindämmen, allerdings ist das besser als nichts zu unternehmen. Der Köder wird an einer Pose beziehungsweise am Grundgerät an hellen Tagen eher im Mittelwasser und bei trübem Wetter oder Wasser sowie in der Dämmerung mehr in Grundnähe angeboten.

Kennzeichen: Stachelstrahlen an der vorderen der zusammen­gewachsenen beiden Rückenflossen, Kammschuppen, im Verhältnis zum Körper sehr großer Kopf
Gewicht / Länge: Maximal etwa 25 cm / 350 g
Verwechslungen möglich mit: Barsch, kleine Zander
Gewässer: Wärmere Seen und Teiche sowie langsam strömende Flüsse und Mündungsgebiete (Brackwasser)
Laichzeit: April - Mai
Beste Fangsaison: April - November
Ausrüstung: Leichte Posen- oder Grundrute
Schnurstärke: 0,16 mm
Hakengröße: 14 - 18
Montage: Feststellpose, Laufblei mit Zitterspitze
Wassertiefe: Mittelwasser bis Grund
Köder: Maden, kleine Würmer
Angelstellen: Über festem Grund, vorzugsweise in Ufernähe sowie an Scharkanten oder Kanalwänden

Quelle:

Der Inhalt des Bereiches "Fische bestimmen" bietet Auszüge aus dem Buch "Lexikon der Süßwasserfische".

Autor: Frank Weissert (WAV-Mitglied)

Müller Rüschlikon Verlag, Stuttgart

Bestellmöglichkeit

Lexikon-der-suesswasserfische