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Rapfen

(Aspius aspius)

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Unter den Cypriniden (Karpfenartigen) ist der Rapfen der einzig wirkliche Raubfisch. Da er oft weit draußen im Fluss jagt, entstand das »Rapfenblei« für extreme Weitwürfe. Es besteht aus einem rot oder weiß lackierten, schlanken Birnenblei oder einer halbierten und entsprechend behandelten Bleiolive. Heute erfüllen auch Küstenblinker und -wobbler diese Aufgabe.

Sofort nach dem Wurf holt der Fischer den Köder sehr schnell ein, wobei eine hoch gehaltene Rutenspitze zu einer Führung des Köders an der Oberfläche beiträgt. Träge Fische lassen sich zum Biss ermuntern, wenn der Köder provozierend die Oberfläche durchbricht. Generell lockt in langsam fließendem Wasser eine ruckartige, schnelle Führung die meisten Rapfen an den Haken. Unter heftiger Strömung besorgt das Wasser die richtige Führung fast automatisch. Der Biss kommt meist wie ein Hammer, auf den ein beinharter Kampf folgt. Er recht­fertigt in jedem Fall die im Verhältnis zur durchschnittlichen Größe der Fische recht kräftigen Schnüre. Vor allem große Rapfen beißen gerne auf tote Köderfische, die an einer Posenmontage in Grundnähe schweben.

Kennzeichen: Oberständiges, tief gespaltenes Maul
Gewicht / Länge: Maximal etwa 9 kg / 95 cm
Verwechslungen möglich mit: Aland
Gewässer: Flüsse mit langsamer bis mittlerer Strömung, seltener in Seen
Laichzeit: April - Juni
Beste Fangsaison: April - Oktober
Ausrüstung: Mittlere Spinnrute
Schnurstärke: 0,25 - 0,30 mm
Hakengröße: 1 - 4
Montage: Spinn
Wassertiefe: Oberfläche
Köder: Schnell kurz unter der Oberfläche (im Winter tiefer) geführte Spinner, schlanke Blinker, Gummifische und das Rapfenblei sowie dicht über Grund angebotenete Köderfische auf Großfische
Angelstellen: Im Oberflächenbereich an Strömungskanten und mitten in der Strömung

Quelle:

Der Inhalt des Bereiches "Fische bestimmen" bietet Auszüge aus dem Buch "Lexikon der Süßwasserfische".

Autor: Frank Weissert (WAV-Mitglied)

Müller Rüschlikon Verlag, Stuttgart

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