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Zander

(Stizostedion lucioperca)

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Der Zander gehört mittlerweile zu den beliebtesten Angelfischen. Durch Besatz lebt er heute in vielen Flüssen und Seen, wobei er Kiesgrund gefolgt von anderem festen Boden bevorzugt. Im Unterschied zu früheren Meinungen beißen Zander vor allem bei trü­berem Wasser und bedecktem Himmel auch tagsüber, obwohl bei Nacht vor allem mit dem Köder­fisch ebenfalls sehr gute Fänge möglich sind.

Da der Zander häufig in Schwärmen lebt und jagt, sind an einer Stelle oft mehrere Bisse hintereinander möglich. Als hervorragende Zanderköder stellten sich zehn bis 12 Zentimeter lange Gummifische (engl. Shads) sowie tote Köderfische an Systemen wie dem Drachkovitch heraus, die beide langsam möglichst dicht über dem Grund mit abwechslungs­reichen, hüpfenden Bewegungen geführt werden. Außerdem nimmt der Zander gerne tote, aufgefädelte Köderfische, die an Pose oder Grundblei auf dem Gewässer­boden angeboten werden. Übrigens nehmen große Zander durchaus auch große Köder. Da Zander und Hechte oft zusammen in einem Gewässer leben, sollte auf jeden Fall ein Stahlvorfach montiert werden. Dabei stören sich selbst vorsichtige Fische nicht an einer weichen, geflochtenen Aus­führung (6-8 kg). Im Drill wehrt sich der Zander allgemein wenig.

Kennzeichen: Stachelstrahlen an der vorderen der beiden Rückenflossen, wesentlich schlanker als der Barsch, silbern bis golden glänzende Schuppen. Die Augen spiegeln bei einem Lichtschein in der Dunkelheit
Gewicht / Länge: Maximal etwa 19 kg / 115 cm
Verwechslungen möglich mit:    –
Gewässer: Seen, Flüsse mit langsamer bis mittlerer Strömung, Bodden
Laichzeit: April - Mai
Beste Fangsaison: Mai - November
Ausrüstung: Leichte bis mittlere Posen- und Grundrute, mittlere Spinnrute
Schnurstärke: 0,22 - 0,30 mm
Hakengröße: 1 - 2
Montage: Feststellpose, Laufblei, Spinn
Wassertiefe: Meistens am Grund, gelegentlich in der Dämmerung und bei Nacht an der Oberfläche
Köder: Twister, Gummifische, Köderfische (6 - 15 cm) an Grundmontage oder Spinnsystem
Angelstellen: In der Nähe von Futterfischen über Kiesgrund sowie im Bereich von Buhnen und Strömungskanten

Quelle:

Der Inhalt des Bereiches "Fische bestimmen" bietet Auszüge aus dem Buch "Lexikon der Süßwasserfische".

Autor: Frank Weissert (WAV-Mitglied)

Müller Rüschlikon Verlag, Stuttgart

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