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Kleinfische

Die nachfolgend genannten Kleinfische eignen sich in erster Linie als Köderfische, obwohl zum Beispiel der Gründling fritiert delikat schmecken soll. Ihr Fang erfolgt entweder mit der Köderfischsenke oder einer sehr feinen Posenmontage und dabei etwa 0,12 Millimeter starker Schnur sowie Hakengrößen zwischen 14 und 18. Als Universalköder eignen sich Maden und weiter kleine Würmer oder Teig. Eine Ausnahme bilden die Elritzen, denen der Angler meist mit einer Flaschenreuse nachstellt.

Wie bei den größeren Fischarten sollte auch bei den Kleinfischen auf die Laichzeiten und begrenzten Fang geachtet werden. Denn ohne die Kleinfische würde ein wichtiges Glied in der Nahrungskette unserer Gewässer fehlen. Darüber hinaus stehen verschiedene Arten in einigen Gebieten ganzjährig unter Schutz.

Elritze

(Phoxinus phoxinus)

032_Elritze

Kennzeichen: Im Querschnitt fast runder Körper, dunkle Querstreifen vom Rücken bis zum Bauch, unter­brochen von einem goldfarbenen Längsstreifen
Länge: Maximal etwa 14 cm
Verwechslungen möglich mit: Verschiedene Kleinfische
Gewässer: Sauerstoffreiche, kühle Bäche, Flüsse und Seen
Laichzeit: April - Juli
Fangstellen: Obwohl sich Elritzen meist an der Oberfläche aufhalten, lassen sie sich am besten in einer im Flachwasser auf Grund gelegten Flaschenreuse fangen


Laube / Ukelei

(Alburnus alburnus)

028_Laube

Kennzeichen: Silberfarbener, leicht grünlich-blaue Flanken mit locker sitzenden Schuppen, bläulicher Rücken, oberständiges Maul
Länge: Maximal etwa 22 cm
Verwechslungen möglich mit: Schneider
Gewässer: Hauptsächlich langsam strömende Flüsse
Laichzeit: April - Juni
Fangsstelle: Oberfläche


Schneider

(Alburnoides bipunctatus)

029_Schneider

Kennzeichen: Oben und unten dunkler Rand an der Seitenlinie, darüber ein breiter und in der Laichzeit besonders ausgeprägter violetter Streifen
Länge: Maximal etwa 17 cm
Verwechslungen möglich mit: Laube
Gewässer: In aller Regel schneller strömende Flüsse
Laichzeit: Mai bis Juni
Fangsstelle: Grund


Gründling

(Gobio gobio)

030

Kennzeichen: Bräunlicher Körper mit dunklen Flecken auf den Flanken, unterständiges Maul mit zwei Barteln
Länge: Maximal etwa 20 cm
Verwechslungen möglich mit: Junge Barben
Gewässer: Rasch und langsam strömende Bäche und Flüsse sowie Seen
Laichzeit: Mai - Juni
Fangsstelle: Grund


Mühlkoppe / Groppe

(Cottus gobio)

031_Muehlkoppe

Kennzeichen: Im Verhältnis zum Körper sehr großer, breiter Kopf mit entsprechendem Maul, auffallend große Brustflossen sowie doppelte Rückenflosse mit Stachel- und Gliederstrahlen
Länge: Maximal etwa 18 cm
Verwechslungen möglich mit: Unmöglich
Gewässer: Kalte, sauerstoffreiche Flüsse und Seen
Laichzeit: Februar - Mai
Fangsstelle: Oft unter Wurzeln oder großen Steinen (anheben 
und in waagerecht neben den Stein gehaltene, leere Konservendose flüchten lassen), in Seen lebt die 
Koppe nahe dem Ufer. Dieser ungewöhnliche, recht seltene Fisch sollte geschont werden


Quelle:

Der Inhalt des Bereiches "Fische bestimmen" bietet Auszüge aus dem Buch "Lexikon der Süßwasserfische".

Autor: Frank Weissert (WAV-Mitglied)

Müller Rüschlikon Verlag, Stuttgart

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