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Raubfische

Die Faszination beim Raubfischangeln liegt für viele Angler darin, dass der Jäger irgendwie eine besondere Herausforderung darstellt. Schließlich muss ein überlegt geführter Kunst­köder ihnen eine interessante Beute vorgaukeln oder ein Köderfisch wird ge­schickt angeboten. Genaugenommen zählen auch Forelle & Co. zu den Raubfischen, jedoch ernähren sie sich bis hin zu kapitalen Größen meist von Kleintieren. Raubfische verraten sich auf der Jagd häufig durch in Panik über die Oberfläche flüchtende Kleinfische. Oft begleiten Möwen die Szene, die sich ihren Anteil vom Futter holen möchten.

Zander

(Stizostedion lucioperca)

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Der Zander gehört mittlerweile zu den beliebtesten Angelfischen. Durch Besatz lebt er heute in vielen Flüssen und Seen, wobei er Kiesgrund gefolgt von anderem festen Boden bevorzugt. Im Unterschied zu früheren Meinungen beißen Zander vor allem bei trü­berem Wasser und bedecktem Himmel auch tagsüber, obwohl bei Nacht vor allem mit dem Köder­fisch ebenfalls sehr gute Fänge möglich sind.

Hecht

(Esox lucius)

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Häufig nicken nicht fischende Freunde anerkennend, wenn der Angler vom Fang eines Hechtes berichtet. Dabei spielt vor allem die Sage vom gefräßigen Monster eine Rolle. Tatsächlich muss der Angler genauso gefühlvoll auf den Hecht wie auf andere Arten fischen.

Wels / Waller

(Silurus glanis)

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Der Wels oder Waller ist inzwischen eine Art »Kultfisch«, der sich nicht nur in den berühmten Gewässern von Frankreich, Spanien und Italien fangen lässt. Auch in Deutschland nehmen die Bestände weiter zu. Auf­grund oft hohen Gewichts der Fische ist eine kräftige Ausrüstung nicht übertrieben – mit normalem Hechtgerät macht ein 100pfündiger Fisch so ziemlich was er will.

Rapfen

(Aspius aspius)

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Unter den Cypriniden (Karpfenartigen) ist der Rapfen der einzig wirkliche Raubfisch. Da er oft weit draußen im Fluss jagt, entstand das »Rapfenblei« für extreme Weitwürfe. Es besteht aus einem rot oder weiß lackierten, schlanken Birnenblei oder einer halbierten und entsprechend behandelten Bleiolive. Heute erfüllen auch Küstenblinker und -wobbler diese Aufgabe.

(Aal-) Rutte / (Aal-) Quappe / Trüsche

(Lota lota)

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Die Rutte ist bei uns der einzige Vertreter der Dorschartigen im Süß­wasser. Da die Fische wenig Scheu vor Schnüren zeigt, ist übermäßig feines Gerät unnötig. Zu starkes mindert allerdings die Freude am Fischen, da bestimmt 90 Prozent der Quappen weniger als ein Pfund wiegen.

Aal

(Anguilla anguilla)

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Um den Aal ranken sich mit Blick auf unsere Fische wohl die meisten Theorien. So sollen die Spitzkopf­aale (schmaler Kopf) nur Würmer, Schnecken und ähnliches fressen, während die Breitköpfe Fische jagen. Tatsächlich beißen Spitzköpfe genauso auf Köderfische und Breitköpfe auf Wurm. Zudem wird vielfach empfohlen, nahe an Hindernissen auf Aal zu gehen. Wickelt sich der Fisch nach dem Anhieb jedoch um einen Ast, verliert der Angler den Kampf. Also besser in freien Gebieten fischen, da Aale auf der Futtersuche herumziehen. 

Barsch

(Perca fluviatilis)

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Der Barsch oder Flussbarsch dürfte der schönste einheimische Fisch sein. Neben verschiedensten Kunstködern und Köderfischen nimmt der Barsch genauso gern den Wurm. Dieser Köder sollte möglichst lebendig im Wasser spielen, weshalb er nur einmal im hinteren Körperdrittel angekö­dert wird.

Kaulbarsch

(Acerina cernua)

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Eigentlich ist der Kaulbarsch von der Größe her kein typischer Raub- und Angelfisch, jedoch machen ihn die oft auftretenden größeren Schwärme interessant. Zudem ist er sehr beißfreudig und wurde früher gerne für Fischsuppen ver­wendet.

Quelle:

Der Inhalt des Bereiches "Fische bestimmen" bietet Auszüge aus dem Buch "Lexikon der Süßwasserfische".

Autor: Frank Weissert (WAV-Mitglied)

Müller Rüschlikon Verlag, Stuttgart

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