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Fische bestimmen

Unsere Weissfische sind nicht immer einfach exakt zu bestimmen. Die Unterscheidungsmerkmale sind manchmal wenig ausgeprägt. Ein sehr zuverlässiger Indikator kann die Schuppenanzahl an der Seitenlinie sein.

Da sich die Weissfische untereinander kreuzen können ist eine Bestimmeung manchmal nicht sicher durchzuführen. Dann ist aber meistens 1 Elternteil aus den Merkmalen zu bestimmen.

Friedfische

Diese Fische ernähren sich in erster Linie von Kleintieren, wie Schnecken oder Würmern. Aber auch Pflanzenkost (Algen oder zarte Wasserpflanzen) steht bei vielen auf dem Speiseplan. Zu den Friedfischen zählen auch echte Allesfresser, angeführt vom Döbel. Er verschmäht selbst kleine Fische nicht und vergreift sich deshalb auch einmal an einem für Hecht oder Zander gedachten Kunstköder. Wie die meisten Friedfische gehört er zu der Familie der Karpfenartigen (Cypriniden). Als Weißfische werden dabei üblicherweise die Arten mit silbern glänzenden Schuppen bezeichnet.

Kleinfische

Die nachfolgend genannten Kleinfische eignen sich in erster Linie als Köderfische, obwohl zum Beispiel der Gründling fritiert delikat schmecken soll. Ihr Fang erfolgt entweder mit der Köderfischsenke oder einer sehr feinen Posenmontage und dabei etwa 0,12 Millimeter starker Schnur sowie Hakengrößen zwischen 14 und 18. Als Universalköder eignen sich Maden und weiter kleine Würmer oder Teig. Eine Ausnahme bilden die Elritzen, denen der Angler meist mit einer Flaschenreuse nachstellt.

Raubfische

Die Faszination beim Raubfischangeln liegt für viele Angler darin, dass der Jäger irgendwie eine besondere Herausforderung darstellt. Schließlich muss ein überlegt geführter Kunst­köder ihnen eine interessante Beute vorgaukeln oder ein Köderfisch wird ge­schickt angeboten. Genaugenommen zählen auch Forelle & Co. zu den Raubfischen, jedoch ernähren sie sich bis hin zu kapitalen Größen meist von Kleintieren. Raubfische verraten sich auf der Jagd häufig durch in Panik über die Oberfläche flüchtende Kleinfische. Oft begleiten Möwen die Szene, die sich ihren Anteil vom Futter holen möchten.

Lachsartige (Salmoniden), Äsche, Renke

Bei uns stellen vor allem Bach- und Regen­bogenforellen den Großteil der Salmoniden. Sie gelten unter vielen Anglern und Feinschmeckern als die edelsten Fische, wobei vom Lebewesen her betrachtet jeder Fisch die gleiche Achtung verdient. Die große Kampfkraft und der gute Geschmack der grätenarmen Salmoniden lassen sich jedoch nicht zu bestreiten.

Exoten

Unter Exoten versteht man die Fische, die ursprünglich nicht in unseren Gewässern lebten und nur durch Besatz hinein gelangten. Genau genommen trifft das sogar auf Karpfen und Zander sowie Regenbogenforelle und Bachsaibling zu. Weiter gelangte unter anderem der ursprünglich im Rhein- und Elbesystem beheimatete Aal auf diese Weise in die Donau und umgekehrt der Rapfen von dort in den Rhein.

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Die Karausche wird gerne mit dem Giebel oder Karpfen verwechselt. Der eindeutige Unterschied zum Karpfen, die Karausche hat keine Barteln. Der eindeutige Unterschied zum Giebel ist die leicht nach aussen geformte Rückenflosse. Oft ist bei der Karausche, besonders bei jüngeren Exemplaren ein dunkler Fleck am Schwanzstiel sichtbar.

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Das Rotauge wird leicht mit der Rotfeder verwechselt. Dazu kommen viele Kreuzungen die jeweils unterschiedliche Merkmale haben. Eindeutig ist, der Ansatz der Rückenflosse ist senkrecht über dem Ansatz der Bauchflosse. Der Augenring sollte rot gefärbt sein, ist jedoch nicht immer eindeutig ausgeprägt. Das Maul ist endständig.

Quelle:

Der Inhalt des Bereiches "Fische bestimmen" bietet Auszüge aus dem Buch "Lexikon der Süßwasserfische".

Autor: Frank Weissert (WAV-Mitglied)

Müller Rüschlikon Verlag, Stuttgart

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